Typenkatalog für Mikroapartments

Im Rahmen der Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ wurde ein Typenkatalog Mikrowohnen erarbeitet, der eine Umwidmung von gewerblichen Bürogebäuden der 1950er- bis 1970er-Jahre unterstützen kann. Ein übergreifender Katalog klassifiziert zunächst den gewerblichen Leerstand innerhalb eines allgemeingültigen Typenverzeichnisses. Im Mittelpunkt stehen dabei das Raster und dessen Eignung zur Umwidmung in urbanes Wohnen. Das Forschungsprojekt stammt von Faraneh Farnoudi und Andreas Hild.

Gewerbe- und Industriebauten der Nachkriegszeit, insbesondere Bürobauten, stehen leer, weil deren veraltete technische Ausstattung sowie die Grundrisse nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine entsprechende Nutzung gerecht werden. Und dies trotz einer guten, innerstädtischen Lage mit Anbindung an die existierende Infrastruktur. Mit einer Umwidmung könnte die Situation auf dem Wohn- und Immobilienmarkt entspannt werden. Denn Wohnraum ist knapp, vor allem in urbanen Lagen, die Preise steigen stetig an.

Altersgerechtes Wohnen im Fokus

Das Mikroapartment stellt sich als zentralen Lösungsansatz dar, weil es sich einerseits in die vorgegebenen Raster integrieren lässt und andererseits ein grundsätzlicher, wenn auch im konkreten Anwendungsfall zu prüfender Bedarf für diese Wohnform vorliegt. Von besonderer Bedeutung ist zudem der Einbezug von Belangen des altengerechten Wohnens in die Planung, um die Mikroapartments mit wenigen Änderungen entsprechend konvertieren zu können. Anhand der gängigen Rastertypen wie auch exemplarischer Grundrisse wurde im Rahmen des Projekts aufgezeigt, wie sich Bürogebäude in Wohnraum umwandeln lassen. In dieser Umnutzung liegen besondere Chancen für eine nachhaltige Quartiersentwicklung bei gleichzeitiger Befriedigung eines akuten Bedarfes.

Der Abschlussbericht steht als kostenloses PDF zum Download zur Verfügung: www.hildundk.de/project_brochure/

Bild: reenya/stock.adobe.com

Home Report 2021

Wo die Wohntrends im kommenden Jahr liegen, das zeigt Zukunftsforscherin Oona Horx-Strathern im Home Report 2021 auf. Ebenso wird in der Publikation ein Einblick gegeben, wie die Corona-Krise zu neuen Denkmustern anregen kann. Hierfür geht die Expertin u. a. auf folgende Fragestellungen ein: Wie können unsere Städte langfristig resilienter gestaltet werden, wie hat sich das Verständnis eines guten Zuhauses verändert und wie kann die Architektur unseres Lebens in der Corona-Ära besser gestaltet werden?

Horx-Strathern rechnet im kommenden Jahr mit drei Trends:

  • Hoffice – Die Verschmelzung von Zuhause und Büro
  • Romancing the Balcony – Das Revival von Balkonen und Terrassen
  • Home Suite Home – Das Hotel Feeling im privaten Wohnraum

Weitere Details über den Home Report 2021 erfahren Sie hier!

Bild: J. Horx

So!Apart verschoben auf 9. und 10. Dezember 2020

Aufgrund der aktuellen Corona-Regelungengibt es einen neuen Termin für das Branchentreffen, die hybride So!Apart Konferenz von Apartmentservice: 9. und 10. Dezember 2020. Dazu sagt Anett Gregorius, Gründerin und Geschäftsführerin von Apartmentservice: „Wir könnten eine rein digitale Fachtagung aus den Wohnzimmern heraus machen – aber das würde im Moment einige Teilnehmer ausschließen, die im Zuge von Unternehmensvorgaben bestimmte Video-Meeting-Anbieter nicht nutzen dürfen. Und: Es entspricht nicht unserem Anspruch an diese So!Apart, denn wie sehr fluchen wir alle gerade, wie wenig Aufmerksamkeit bei Webinaren zur Tagesordnung avanciert ist und wie wenig Diskussionsbereitschaft herrscht. Dabei müssen wir reden, streiten, kämpfen.“

Programm und Anmeldung unter: www.apartmentservice.de/soapart/fachtagung/

Digitaler Branchencall am 12. November

In der Zwischenzeit findet am 12. November 2020 ab 15 Uhr der 3. So!Apart Branchencall statt. Interessenten können per Computer, Tablet oder Smartphone via https://global.gotomeeting.com/join/284210261 oder über Telefon teilnehmen. Deutschland: +49 721 6059 6510 (Direktwahl: tel:+4972160596510,,284210261#), Österreich: +43 7 2081 5337 (Direktwahl: tel:+43720815337,,284210261# ), Schweiz: +41 225 4599 60 (Direktwahl: tel:+41225459960,,284210261#), Vereinigtes Königreich: +44 20 3713 5011 (Direktwahl: tel:+442037135011,,284210261# ) – Zugangscode: 284-210-261

Eigene App für Stayery

Stayery setzt weiter auf Digitalisierung und bietet seiner Community mit einer neuen App zusätzliche Services kontaktlos an. Der komplette Buchungsprozess bis hin zum Check-in findet bei Stayery digital statt. Die App fungiert während des Aufenthalts als mobiler Apartmentschlüssel auf dem Smartphone. Das technische Kernsystem der App wurde eigens für Stayery und gemeinsam mit der Bremer IT-Agentur Detco entwickelt. Dank der offenen Schnittstellenarchitektur der Property-Management-Plattform Apaelo, die von Stayery genutzt wird, konnte die App-Software problemlos in die bestehende IT-Infrastruktur integriert werden.

Bild/Screenshot: Stayery

Simon Betty wird neuer CEO von Adina Europe

Im Zuge des Expansionsgedankens von Adina Hotels und der Pläne zur Einführung einer neuen Marke in Europa wird Simon Betty Anfang des Jahres 2021 die neu geschaffene Position des Chief Executive Officers für Adina Europe übernehmen. Weltweit wurde nach einem passenden Kandidaten für die Stelle gesucht, da die Hotelgruppe ein Wachstum auf mehr als 50 Hotels in Europa anstrebt sowie neue Märkte und Länder erschließen will. Betty ist derzeit Managing Director Quarters and Developments beim Immobilienentwickler Hammerson. Er bringt Erfahrungen in der Immobilienentwicklung, der Finanzierung und Strukturierung von Großinvestitionen mit.

Matthias Niemeyer wird als Director of Development Europe weiterhin das Wachstum der Marke in Europa verantworten. Georgios Ganitis wird als Director of Operations Europe den operativen Hotelbetrieb aller europäischen Hotels leiten. Beide werden an Betty berichten und eng mit ihm zusammenarbeiten.

Bild: Adina Hotels

Digitale So!Apart 2020

Seit 2013 findet die Fachkonferenz So!Apart, bei der sich alles um das Markt-Segment Serviced Apartments dreht, im November statt. Doch wie viele andere Branchenevents wird sie aufgrund der Corona-Pandemie 2020 in Form eines hybriden Formats am 11. und 12. November realisiert. Verglichen mit der klassischen Hotellerie komme das Longstay-Segment laut Anett Gregoris, Inhaberin von Apartmentservice sowie Veranstalterin der Tagung, besser mit der Ausnahmesituation zurecht. Es sei wichtig, dass der intensive Austausch über die aktuellen Erfahrungen, avisierten Pläne, Wege und Irrwege gerade jetzt nicht verloren gehe, erklärt Gregorius. Deshalb können sich die Teilnehmer in diesem Jahr unter dem Motto „Mixed-Thinking ist das neue Mixed-Use“ entweder vor Ort in Leipzig oder in digitaler Form miteinander vernetzen.

Serviced Apartments – krisenfester als Hotels

In den vergangenen Jahren konnte man ein konstantes Wachstum im Segment Serviced Apartments verzeichnen. Doch aufgrund des Lockdowns wegen der Covid-19-Pandemie im Frühjahr erlitt die Branche einen kurzfristigen Rückschlag – wenn auch weniger schlimm als die Hotellerie. In den Anfangsmonaten Coronas lag die Auslastung vieler Hotels nur bei 30 anstatt 80 Prozent und einige Häuser, die unter anderem Apartments anbieten, mussten schließen, berichtet Lutz Dammaschk, Sprecher der Geschäftsführung von Vegis Immobilien und Vorstand im Bundesverband studentisches Wohnen im Gespräch mit BelForm. Anders ergeht es Matthias Rincón, Geschäftsführer von ipartment. Sein Haus in Hamburg war im Juni bereits wieder zu 100 Prozent gefüllt, in Frankfurt zu 85 Prozent und in Köln zu 90 Prozent. Insbesondere der Bereich Serviced Apartments habe sich, nach Rincón, als krisenfester herausgestellt, als viele erwarteten.

Bild: BelForm

Catella erwirbt geförderte Studenten-Apartments in Maastricht

Catella Real Estate hat den Kauf des Wohngebäudes „The Bassin“ für den nachhaltigen Fonds „Sarasin Sustainable Properties – European Cities“ erfolgreich abgeschlossen. Die Immobilie besteht aus zwei fünfstöckigen Gebäuden und wurde nach dem historischen Binnenhafen Maastrichts „The Bassin“, benannt. Die beiden ehemaligen Bürogebäude weisen nun nach abgeschlossener Renovierung und Umstrukturierung 159 Studentenapartments auf einer vermietbaren Fläche von 3.100 qm aus. Die Wohnungen, die bereits für den Semesterstart im September 2020 bezugsfertig waren, sind mit eigener Küche und eigenem Bad ausgestattet. Weiter stehen 48 Parkplätze rund um „The Bassin“ zur Verfügung. Auf den Gebäuden wurde eine Photovoltaikanlage installiert.

Der Spezialfonds „Sarasin Sustainable Properties – European Cities“, der bis zu 25 Prozent in Wohnimmobilien investieren kann, zielt speziell auf die Bedürfnisse institutioneller Anleger in der Schweiz, Österreich und Deutschland ab. Jedes Gebäude muss den Nachhaltigkeitsstandards der Bank J. Safra Sarasin entsprechen. Catella wurde während der Transaktion von der Anwaltskanzlei CMS beraten.

Bild: Catella

Richtfest für MaryAnn Apartments

Am Postplatz in der Dresdener Innenstadt gehen die Arbeiten an den MaryAnn Apartments planmäßig voran. Am 10. September war Richtfest. Die Bauunternehmen Wolff & Müller und Züblin errichten das neue Wohn- und Geschäftsgebäude schlüsselfertig in einer Auftragnehmer-Arbeitsgemeinschaft (ARGE). Die MaryAnn Apartments sind eines von insgesamt fünf „Vertical Village“-Projekten, die die Consus RE AG in Frankfurt/Main, Düsseldorf, Leipzig, Köln und Dresden realisiert. Dazu werden – teilweise ungenutzte – Gewerbeimmobilien in besten Innenstadtlagen in Wohnraum umgewandelt oder, wie bei den MaryAnn Apartments, Neubauten errichtet. Die Mietwohnungen zwischen 45 und 110 qm sprechen Familien, Singles und Pensionäre an. Für mobile Berufstätige, die sich nur für eine begrenzte Zeit in der Stadt aufhalten, gibt es kompakte teilmöblierte Apartments.

Bild: Wolff & Müller

Neue Führungsspitze für Quarters

Esther Bahne hat zum 12. August 2020 die Position als Co-CEO und CMO der Marke Quarters übernommen. Nach sieben Jahren verließ Bahne MINI, ein Unternehmen der BMW Group, in dem sie als Leiterin für Strategie und Innovation sowie als globale Leiterin für Marketing tätig war. Zuvor arbeitete sie als jüngste Vorstandssprecherin bei AUDI. „Quarters hat eine beeindruckende globale Präsenz, mehrere spannende Häuser in der Pipeline – und ist für mich als große europäische Marke am besten geeignet, neue Konzepte zum Erfolg zu führen.“, so Bahne über ihren neuen Arbeitgeber, der bereits 3.500 Zimmer im Betrieb und weitere 1.500 in Entwicklung hat.

Bild: Quarters