TKG-Novelle stößt auf Missgunst

Der Wegfall des sogenannten Nebenkostenprivilegs für Bewohner und Anbieter von Mikroapartments sowie Studentenwohnungen im Rahmen der Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) hat beim Bundesverband Micro-Living e.V. großes Unverständnis ausgelöst. Bislang profitierten die temporären Wohnungsnutzer von einer pauschalen Umlage auf die monatlichen Nebenkosten, die nun wegfallen soll. Laut Michael Vogt (Bild) stellt das die Mieter von Studenten- und Serviced Apartments vor bürokratische Hürden und birgt auch Probleme für ausländische Studierende und Arbeiter. Deshalb fordert der Verband eine Ausnahmeregelung für diese Asset-Klassen. Die Ausnahmeregelung soll Betreibern von Studentenwohnheimen sowie Anbietern von Serviced Apartments wie bisher, die üblichen Sammelverträge mit Telekommunikationsanbietern schließen lassen und auf die einzelnen Nutzer umlegen dürfen.

Bild: BML

Union Investment übernimmt Mikroapartments in Wiesbaden

Für seinen Spezialfonds Urban Living Nr. 1 hat Union Investment 107 Mikroapartments in Wiesbaden vom Projektentwickler GBI erworben. Der Fonds fokussiert sich auf kleinteiliges Wohnen in urbaner Lage für bspw. Studenten, Berufseinsteiger und Fernpendler in Europa mit Schwerpunkt auf Deutschland.

Wie geplant konnte das Haus mit voll möblierten Ein- und Zwei-Zimmer-Apartments Ende 2020 eröffnen. Die Einheiten der Marke Urban Base umfassen 30 bis 50 qm, mit Essbereich, Küchenzeile, Badezimmer, Wohn- und Schlafbereich sowie Balkon. Hinzu kommen 107 Pkw-Stellplätze, teilweise mit E-Ladestation. Die Anlage im Zentrum Wiesbadens befindet sich in der Nähe von Casino und Kurpark, mit guter ÖPNV-Anbindung.

Bild: Union Investment

777 Capital Partners entwickelt Mikroapartments

Das Immobilienunternehmen 777 Capital Partners AG hat sein erstes Projekt, eine Anlage mit Mikroapartments in Berlin-Mitte, verkündet. Die Baugenehmigung dafür liegt bereits vor. Das Objekt mit einer Fläche von etwa 5.700 qm soll Ende 2022 an den Start gehen. Während eine Kindertagesstätte bereits als erster Mieter feststeht, ist noch nicht bekannt, wie viele Wohneinheiten auf dem Areal entstehen werden. Das Investitionsvolumen für das Konzept mit Gemeinschaftsflächen zum Leben und Arbeiten beläuft sich auf etwa 65 Mio. Euro.