Die Schweizer Hotel Investments AG und der polnische Entwickler JWG Invest haben für ihr erstes gemeinsames Projekt in Berlin eine Baugenehmigung erhalten. In der Prinzenallee 85 im Stadtteil Wedding soll ein Gebäude mit 98 Apartments auf rund 3.724 Quadratmetern Nutzfläche auf einem 1.500 Quadratmeter großen Grundstück entstehen. Das Vorhaben ist der Anfang einer dauerhaften Zusammenarbeit zur Entwicklung von Hotel- und Wohnimmobilien in Deutschland.
Für die Hotel Investments AG stellt das Projekt eine Erweiterung ihres bisherigen Schwerpunktes auf Hotelimmobilien dar. Der Einstieg in die Entwicklung kompakter Wohnkonzepte soll das Portfolio ergänzen. JWG Invest bringt Erfahrung aus Bauprojekten und Immobilienmanagement in Polen ein. Die Kooperation mit der Hotel Investments AG soll helfen, lokale Expertise zu nutzen und die Präsenz in Deutschland auszubauen.
Das Studentenwohnheim liegt im Frankfurter Stadtteil Bockenheim. Bild: Home & Co
Das Immobilienunternehmen Home & Co hat ein Studentenwohnheim mit 164 Apartments im Frankfurter Stadtteil Bockenheim gekauft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. An der Transaktion waren Cushman & Wakefield, Dentons, EY und CBRE beratend beteiligt. Die Einheiten der Immobilie bieten zwischen 20 und 39 Quadratmeter Wohnfläche und befinden sich in der Nähe des Westbahnhofs, des Von-Bernus-Parks sowie mehrerer Universitäten. Home & Co plant das Gebäude, das aktuellen energetischen Standards entspricht, zu modernisieren und ungenutzte Flächen zu neuen Gemeinschaftsbereichen, wie einen Fitnessraum, Co-Working- und Lernflächen sowie ein Kino, auszubauen. Das fast vollständig vermietete Objekt passt laut Unternehmensangaben in die Strategie, das Angebot an studentischem Wohnraum in gefragten Universitätsstädten auszubauen und den eigenen Standard zu etablieren. Home & Co besitzt und betreibt derzeit mehr als 3.000 Einheiten in Europa, der Fokus liegt auf dem weiteren Ausbau in Deutschland.
Erwin Slot, Turgut Tülü, Ruslan Sigeda und Erik Lammetink bei der Unterzeichnung der Absichtsklärung am 24. Juni 2025 in Bremen. Bild: Constructor University
Die Constructor University – eine 2001 gegründete englischsprachige Privatuniversität in Bremen – startet ihren Ausbau mit einer geplanten Investition von bis zu 100 Millionen Euro in neue Studierendenwohnheime. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit dem Projektentwickler und Bauunternehmen Ten Brinke sollen in einer ersten Phase bis zu 1.000 zusätzliche Apartments auf dem Campus entstehen. Damit steigt die Wohnkapazität auf 2.200 Plätze. Ziel ist es, die Zahl der Studierenden bis 2031 von derzeit rund 2.000 auf 5.000 zu erhöhen.
Der Baubeginn ist für Mitte 2026 vorgesehen, vorausgesetzt die notwendigen Genehmigungen werden erteilt. Während der Bauphase sollen etwa 400 neue Arbeitsplätze in Bremen geschaffen werden. Nach Fertigstellung werden die Wohneinheiten für mindestens 25 bis 30 Jahre an die Universität vermietet. Das Projekt ist zusammen mit Forschungszentren und einem Wissenschaftspark Teil eines umfassenden Plans zur Erweiterung der privaten Hochschule, im Zuge dessen Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro geplant sind.
Im Februar 2025 durfte sich das Adina-Team in Düsseldorf über die Auszeichnung freuen. Bild: Adina Apartment Hotels
Seit Juli 2025 sind alle 18 europäischen Adina-Häuser in Europa mit dem international anerkannten Umweltzeichen Green Key ausgezeichnet. Damit zählt die Hotelgruppe zu den wenigen im Apartmentsegment, die eine flächendeckende Zertifizierung ihrer Standorte erreicht haben. Green Key steht für strenge ökologische Standards in den Bereichen Energieeffizienz, Wasser- und Abfallmanagement sowie verantwortungsvoller Einkauf. Die Attestierung ist an umfassende Kriterien gebunden und wird von der Foundation for Environmental Education (FEE) vergeben. Weltweit tragen über 7.500 Einrichtungen in mehr als 80 Ländern das Label.
Bereits im Herbst 2024 erhielten erste Adina-Betrieb in Deutschland das Label. Mit dem Abschluss des Verfahrens für die weiteren europäischen Standorte unterstreicht das Unternehmen sein langfristiges Bekenntnis zu umweltbewusstem Wirtschaften. Zu den Maßnahmen zählen die Nutzung von Ökostrom, der Einsatz ökologischer Reinigungsmittel und ein nachhaltiges Frühstücksangebot mit regionalen, plastikfreien Produkten. Lokale „Green Teams“ treiben zusätzlich eigene Umweltinitiativen voran. Doch Adina engagiert sich auch über Green Key hinaus: So wurde das Adina Hotel Geneva mit dem Schweizer Nachhaltigkeitssiegel „Swisstainable Level III – leading“ prämiert und die Berliner Häuser gelten als „High Performer“ bei Sustainable Berlin.
Die Lounge-Area des neuen Home & Co in Bonn. Bild: Home & Co
In fußläufiger Entfernung zu Universität und Hauptbahnhof hat Home & Co die Umnutzung eines leerstehenden Hotels am Bonner Kaiserplatz abgeschlossen. Das Gebäude wurde in ein Wohnkonzept mit 163 Einheiten überführt – davon 116 Apartments für Studierende und 47 Zimmer für temporäre Gäste. Die Einheiten sind zwischen 22 und 30 Quadratmeter groß, möbliert und mit Küche sowie Bad ausgestattet. Zu den Gemeinschaftsflächen gehören eine Lounge, Co-Working-Areas, einen Waschsalon, ein Fitnessstudio sowie einen begrünten Innenhof. Im Erdgeschoss sind eine Gastronomie und eine Bank eingezogen. Die Mieten starten bei rund 1.025 Euro monatlich, inklusive Betriebskosten und Serviceleistungen. Buchungen sind semesterweise möglich – ein Angebot, das vor allem internationale Studierende und Fachkräfte ansprechen soll. Laut Betreiber ist die Nachfrage hoch, die Auslastung liegt bei nahezu 100 Prozent.
Natürliche Töne und modernes Design bestimmen das Ambiente. Bild: Limehome
Anfang Juni 2025 hat Limehome ein Haus in Jena eröffnet. Dafür wurde das ehemalige Ibis-Hotel am Teichgraben in Serviced Apartments umgewandelt, das Accor bereits im Sommer 2023 nach Vertragsende geschlossen hatte. Die Immobilie gehört der Curata-Immobilien GmbH aus Karlsruhe, die das Gebäude gemeinsam mit dem Apartmentbetreiber saniert hat. Damit führt Limehome seine Strategie fort, bestehende Hotelimmobilien umzunutzen.
Entstanden sind 78 Apartments, von denen einige auch über eine Küchenzeile verfügen. Die Renovierungsarbeiten beschränkten sich auf die Erneuerung von Oberflächen und Mobiliar. Im Gegensatz zu anderen Häusern des Anbieters gibt es in Jena für Gäste ein Frühstücksangebot im Erdgeschoss. In Thüringen gehören bereits drei Häuser in Erfurt zum Portfolio.
Das Konzept für die Public Area umfasst auch einen Shop und die „Bibliothek der Dinge“. Bild: Eva Design
Nur wenige Schritte von der Uber Arena ist am 1. Juli das Adagio Original Stuttgart Neckarpark an den Start gegangen. Das zwölfte Haus der Marke in Deutschland bietet 121 Apartments, darunter Studios für zwei Personen und Apartments für vier Personen. Es folgt dem „Smart House“-Konzept, das moderne, flexible Wohnformen mit funktionalem Design verbindet. Die Apartments sind offen gestaltet und mit multifunktionalen Möbeln ausgestattet. Weitere Angebote sind ein Fitnessraum, eine Tiefgarage, ein Frühstücksbuffet sowie ein wöchentlicher Reinigungsservice bei längeren Aufenthalten.
Ein besonderes Merkmal ist „The Circle“, ein öffentlicher Bereich mit Shop und Leihangeboten aus der „Bibliothek der Dinge“. Hier können Gäste zur Verschönerung ihres Apartments Deko-Artikel wie Vasen oder Kissen aber auch Spiele für gesellige Stunden und andere Gegenstände ausleihen. Das Design des Aparthotels in Bad Cannstadt orientiert sich an der Weinregion: Grün- und Rosatöne, Korkakzente an Wänden und Leuchten sowie eine Holzterrasse sind von der Umgebung inspiriert. An der Außenfassade würdigt ein Wandgemälde des lokalen Künstlers und Illustrators Marc David Spengler mit Weintrauben, Flaschen und festlichen Symbolen die kulturelle Identität der Schwabenmetropole.
Rendering der beiden Gebäudeteile. Bild: Planungsbüro Kolb/Hofmann
Auf dem ehemaligen Gelände der Patton Barracks entsteht mit dem Heidelberg Innovation Park (hip) ein Campus für die Branchen Künstliche Intelligenz, Informationstechnologie, Biotechnologie, Digitale Medien und Lebenswissenschaften. Am 12. Juni 2025 ist der Startschuss für das Bauprojekt „Proxy“ gefallen, dessen Fertigstellung für das erste Quartal 2027 vorgesehen ist. Hierbei handelt es sich um einen zweiteiligen Gebäudekomplex am Palo-Alto-Platz 5-9 mit rund 13.600 Quadratmetern Fläche. Herzstück sind 119 möblierte Serviced Apartments für kurz- und mittelfristige Aufenthalte des Anbieters Ipartment, die den ersten bis dritten Stock des L-förmigen Trakts belegen werden. Ergänzend sind im I-förmigen Teil eine Kindertagesstätte mit Außenbereich, Büros sowie ein Café geplant.
Beide Immobilien werden nach Passivhausstandard errichtet und sollen so einen Beitrag zum nachhaltigen Bauen leisten. Entwickelt wird das Projekt von Kolb + Partner, die architektonische Planung übernimmt das Büro Kolb/Hofmann.
Bei der Hotelkette Numa, die ohne Rezeption ausschließlich mit digitalem Self-Check-In arbeitet, war es monatelang möglich, im Online-Buchungssystem auf über 500.000 Rechnungen samt Ausweisdaten von Gästen zuzugreifen. Ein Mitglied des Chaos-Computer-Club (CCC) – Deutschlands und Europas größte Vereinigung von Hackern, Sicherheitsexperten und Datenschützern – stieß zufällig auf die Schwachstelle, als es nach dem automatisierten Check-In per E-Mail einen Rechnungslink erhielt und den Parameter „invoiceID“ manuell veränderte.
Nach Recherchen des CCC waren die Rechnungsnummern lückenlos und fortlaufend vergeben. Durch einfaches Erhöhen oder Verringern der ID ließ sich auf alle Rechnungen zwischen 100000001 und 100545503 zugreifen. Diese Dokumente enthalten Namen, Adressen sowie Angaben zu Aufenthaltsdaten der Hotelgäste. Im Quellcode der Check-In-Seite stieß der CCC zudem auf ein ungeschütztes JSON-Objekt, in dem neben Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer auch hochgeladene Ausweisdaten aufgeführt waren. Somit konnten Angreifer nicht nur Rechnungen herunterladen, sondern mit jeder enthaltenen Buchungsnummer auch auf die zugehörigen Ausweiskopien zugreifen.
Laut IT-Sicherheitsberater und CCC-Sprecher Matthias Marx ist die Erhebung und Speicherung der Ausweisdaten rechtlich nicht gerechtfertigt, denn zumindest für deutsche Staatsbürger ist das Vorlegen von Ausweisdaten in Hotels seit Januar dieses Jahres nicht mehr verpflichtend. Der CCC erneuert daher seine Forderung, die Hotelmeldepflicht für Reisende abzuschaffen – auch für Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit.
Wie die Zeit berichtete reagierte Numa sofort und schloss das Datenleck schnell, äußerte sich bislang jedoch öffentlich nicht weiter zu diesem Vorfall.
Visualisierung des Multi-Tenant-Gebäudes in Karlsruhe. Bild: Astoc Architects and Planners
Stayery kommt 2028 nach Karlsruhe und wird Teil einer neuen Quartiersentwicklung in der Nähe des Hauptbahnhofs. Dabei wird der Serviced-Apartment-Betreiber sieben Etagen eines 21-stöckigen Multi-Tenant-Gebäudes an der Schwarzwaldstraße belegen. Entstehen sollen 137 Apartments für Kurz- und Langzeitaufenthalte, die zwischen 20 und 30 Quadratmeter groß sind und über eine Kitchenette sowie über einen Arbeits- und Schlafbereich verfügen. Im Erdgeschoss sind eine Loft-Fläche mit Co-Working, Lounge und Self-Service-Kiosk, ein Waschsalon sowie ein Fitnessbereich vorgesehen. Zusätzliche Aufenthaltsqualität soll die gemeinschaftlich nutzbare Dachterrasse im 20. Obergeschoss bieten.
„Karlsruhe ist für uns mehr als ein weiterer Standort – es ist ein strategischer Meilenstein: wirtschaftlich stark, hervorragend angebunden und mit großem Wachstumspotenzial“, sagt Hannibal DuMont Schütte, Gründer von Stayery. Nach Berlin, Köln-Ehrenfeld und Bochum handelt es sich inzwischen um das vierte gemeinsame Projekt zwischen Stayery und der Kreer Development GmbH, die für Karlsruhe ein Joint Venture mit der Johann Bunte Bauunternehmung SE & Co. KG eingegangen ist.