Die Lounge-Area des neuen Home & Co in Bonn. Bild: Home & Co
In fußläufiger Entfernung zu Universität und Hauptbahnhof hat Home & Co die Umnutzung eines leerstehenden Hotels am Bonner Kaiserplatz abgeschlossen. Das Gebäude wurde in ein Wohnkonzept mit 163 Einheiten überführt – davon 116 Apartments für Studierende und 47 Zimmer für temporäre Gäste. Die Einheiten sind zwischen 22 und 30 Quadratmeter groß, möbliert und mit Küche sowie Bad ausgestattet. Zu den Gemeinschaftsflächen gehören eine Lounge, Co-Working-Areas, einen Waschsalon, ein Fitnessstudio sowie einen begrünten Innenhof. Im Erdgeschoss sind eine Gastronomie und eine Bank eingezogen. Die Mieten starten bei rund 1.025 Euro monatlich, inklusive Betriebskosten und Serviceleistungen. Buchungen sind semesterweise möglich – ein Angebot, das vor allem internationale Studierende und Fachkräfte ansprechen soll. Laut Betreiber ist die Nachfrage hoch, die Auslastung liegt bei nahezu 100 Prozent.
Natürliche Töne und modernes Design bestimmen das Ambiente. Bild: Limehome
Anfang Juni 2025 hat Limehome ein Haus in Jena eröffnet. Dafür wurde das ehemalige Ibis-Hotel am Teichgraben in Serviced Apartments umgewandelt, das Accor bereits im Sommer 2023 nach Vertragsende geschlossen hatte. Die Immobilie gehört der Curata-Immobilien GmbH aus Karlsruhe, die das Gebäude gemeinsam mit dem Apartmentbetreiber saniert hat. Damit führt Limehome seine Strategie fort, bestehende Hotelimmobilien umzunutzen.
Entstanden sind 78 Apartments, von denen einige auch über eine Küchenzeile verfügen. Die Renovierungsarbeiten beschränkten sich auf die Erneuerung von Oberflächen und Mobiliar. Im Gegensatz zu anderen Häusern des Anbieters gibt es in Jena für Gäste ein Frühstücksangebot im Erdgeschoss. In Thüringen gehören bereits drei Häuser in Erfurt zum Portfolio.
Das Konzept für die Public Area umfasst auch einen Shop und die „Bibliothek der Dinge“. Bild: Eva Design
Nur wenige Schritte von der Uber Arena ist am 1. Juli das Adagio Original Stuttgart Neckarpark an den Start gegangen. Das zwölfte Haus der Marke in Deutschland bietet 121 Apartments, darunter Studios für zwei Personen und Apartments für vier Personen. Es folgt dem „Smart House“-Konzept, das moderne, flexible Wohnformen mit funktionalem Design verbindet. Die Apartments sind offen gestaltet und mit multifunktionalen Möbeln ausgestattet. Weitere Angebote sind ein Fitnessraum, eine Tiefgarage, ein Frühstücksbuffet sowie ein wöchentlicher Reinigungsservice bei längeren Aufenthalten.
Ein besonderes Merkmal ist „The Circle“, ein öffentlicher Bereich mit Shop und Leihangeboten aus der „Bibliothek der Dinge“. Hier können Gäste zur Verschönerung ihres Apartments Deko-Artikel wie Vasen oder Kissen aber auch Spiele für gesellige Stunden und andere Gegenstände ausleihen. Das Design des Aparthotels in Bad Cannstadt orientiert sich an der Weinregion: Grün- und Rosatöne, Korkakzente an Wänden und Leuchten sowie eine Holzterrasse sind von der Umgebung inspiriert. An der Außenfassade würdigt ein Wandgemälde des lokalen Künstlers und Illustrators Marc David Spengler mit Weintrauben, Flaschen und festlichen Symbolen die kulturelle Identität der Schwabenmetropole.
Rendering der beiden Gebäudeteile. Bild: Planungsbüro Kolb/Hofmann
Auf dem ehemaligen Gelände der Patton Barracks entsteht mit dem Heidelberg Innovation Park (hip) ein Campus für die Branchen Künstliche Intelligenz, Informationstechnologie, Biotechnologie, Digitale Medien und Lebenswissenschaften. Am 12. Juni 2025 ist der Startschuss für das Bauprojekt „Proxy“ gefallen, dessen Fertigstellung für das erste Quartal 2027 vorgesehen ist. Hierbei handelt es sich um einen zweiteiligen Gebäudekomplex am Palo-Alto-Platz 5-9 mit rund 13.600 Quadratmetern Fläche. Herzstück sind 119 möblierte Serviced Apartments für kurz- und mittelfristige Aufenthalte des Anbieters Ipartment, die den ersten bis dritten Stock des L-förmigen Trakts belegen werden. Ergänzend sind im I-förmigen Teil eine Kindertagesstätte mit Außenbereich, Büros sowie ein Café geplant.
Beide Immobilien werden nach Passivhausstandard errichtet und sollen so einen Beitrag zum nachhaltigen Bauen leisten. Entwickelt wird das Projekt von Kolb + Partner, die architektonische Planung übernimmt das Büro Kolb/Hofmann.
Bei der Hotelkette Numa, die ohne Rezeption ausschließlich mit digitalem Self-Check-In arbeitet, war es monatelang möglich, im Online-Buchungssystem auf über 500.000 Rechnungen samt Ausweisdaten von Gästen zuzugreifen. Ein Mitglied des Chaos-Computer-Club (CCC) – Deutschlands und Europas größte Vereinigung von Hackern, Sicherheitsexperten und Datenschützern – stieß zufällig auf die Schwachstelle, als es nach dem automatisierten Check-In per E-Mail einen Rechnungslink erhielt und den Parameter „invoiceID“ manuell veränderte.
Nach Recherchen des CCC waren die Rechnungsnummern lückenlos und fortlaufend vergeben. Durch einfaches Erhöhen oder Verringern der ID ließ sich auf alle Rechnungen zwischen 100000001 und 100545503 zugreifen. Diese Dokumente enthalten Namen, Adressen sowie Angaben zu Aufenthaltsdaten der Hotelgäste. Im Quellcode der Check-In-Seite stieß der CCC zudem auf ein ungeschütztes JSON-Objekt, in dem neben Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer auch hochgeladene Ausweisdaten aufgeführt waren. Somit konnten Angreifer nicht nur Rechnungen herunterladen, sondern mit jeder enthaltenen Buchungsnummer auch auf die zugehörigen Ausweiskopien zugreifen.
Laut IT-Sicherheitsberater und CCC-Sprecher Matthias Marx ist die Erhebung und Speicherung der Ausweisdaten rechtlich nicht gerechtfertigt, denn zumindest für deutsche Staatsbürger ist das Vorlegen von Ausweisdaten in Hotels seit Januar dieses Jahres nicht mehr verpflichtend. Der CCC erneuert daher seine Forderung, die Hotelmeldepflicht für Reisende abzuschaffen – auch für Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit.
Wie die Zeit berichtete reagierte Numa sofort und schloss das Datenleck schnell, äußerte sich bislang jedoch öffentlich nicht weiter zu diesem Vorfall.
Visualisierung des Multi-Tenant-Gebäudes in Karlsruhe. Bild: Astoc Architects and Planners
Stayery kommt 2028 nach Karlsruhe und wird Teil einer neuen Quartiersentwicklung in der Nähe des Hauptbahnhofs. Dabei wird der Serviced-Apartment-Betreiber sieben Etagen eines 21-stöckigen Multi-Tenant-Gebäudes an der Schwarzwaldstraße belegen. Entstehen sollen 137 Apartments für Kurz- und Langzeitaufenthalte, die zwischen 20 und 30 Quadratmeter groß sind und über eine Kitchenette sowie über einen Arbeits- und Schlafbereich verfügen. Im Erdgeschoss sind eine Loft-Fläche mit Co-Working, Lounge und Self-Service-Kiosk, ein Waschsalon sowie ein Fitnessbereich vorgesehen. Zusätzliche Aufenthaltsqualität soll die gemeinschaftlich nutzbare Dachterrasse im 20. Obergeschoss bieten.
„Karlsruhe ist für uns mehr als ein weiterer Standort – es ist ein strategischer Meilenstein: wirtschaftlich stark, hervorragend angebunden und mit großem Wachstumspotenzial“, sagt Hannibal DuMont Schütte, Gründer von Stayery. Nach Berlin, Köln-Ehrenfeld und Bochum handelt es sich inzwischen um das vierte gemeinsame Projekt zwischen Stayery und der Kreer Development GmbH, die für Karlsruhe ein Joint Venture mit der Johann Bunte Bauunternehmung SE & Co. KG eingegangen ist.
Der Gemeinschaftsbereich „The Flat“ im Stay KooooK München City. Bild: SV Group
SV Hotel hat Mitte Mai 2025 das Stay KooooK München City in der bayerischen Landeshauptstadt eröffnet. Dabei handelt es sich um eine ehemalige Büroimmobilie in der Schützenstraße 9, nur wenige Meter vom Hauptbahnhof entfernt. Sie bietet auf sechs Stockwerken einen Mix aus 32 Short- und Longstay-Einheiten. Neben zwölf Cozy Rooms und einer Suite überwiegen Studios mit voll ausgestatteten Küchenzeilen: elf normale sowie acht für Familien. Die Kombination aus Boutique-Flair und urbanem Wohngefühl kommt besonders im Gemeinschaftsbereich zum Vorschein: „The Flat“ ersetzt in jedem Stay KooooK die klassische Lobby und dient als Wohnzimmer, Arbeitsraum und Rückzugsort. Eine Gemeinschaftsküche lädt zum gemeinsamen Kochen, Essen und Verweilen ein.
Die Eigentümerin Aachener Grund ließ das Bestandsgebäude nach den Plänen von Parterre Architekten durch den Generalunternehmer Apoprojekt GmbH umbauen. Als Generalunternehmer für Innenausbau zeichnete die Firma Brumann Innenraumkonzepte GmbH verantwortlich. „Es ist bereits das fünfte Hotel, das SV Hotel in München eröffnen darf. Aber mit Stay KooooK bringen wir eine neue Art des Aufenthalts in die Stadt. Unser Konzept vereint das Beste aus Hotel und Wohnen – ein Zuhause auf Zeit mit smartem Design und einer offenen Community, die viel Wert auf Lifestyle legt“, sagt Marco Meier, Managing Director von SV Hotel. Damit geht die Expansion in Deutschland nach der Premiere im Herbst 2024 in Leipzig weiter.
Bald auch in München: Moderne Apartments wie im Freiburger Black F Tower. Bild: Black F Freiburg
Das auf Serviced Apartments spezialisierte Freiburger Unternehmen Black F House hat eine Hotelimmobilie in zentraler Münchener Lage erworben. Das bislang als Hotel Exquisit betriebene Gebäude in der Pettenkoferstraße 3 bietet auf sechs Etagen 48 Zimmer, einen Tagungsraum, ein Spa sowie 41 Tiefgaragenstellplätze. Das Objekt Nähe Sendlinger Tor wurde von CBRE vermittelt und soll nun bis spätestens Anfang 2027 umfassend saniert werden, um es an den Standard bestehender Häuser, wie den Black F Tower in Freiburg, anzupassen. Die Projektentwicklung erfolgt durch die Unmüßig Bauträgergesellschaft Baden, die Architekten WWA und Mdbm Baumanagement begleiten den Umbau. Annabell Unmüßig, Geschäftsführerin von Black F House, betont die Bedeutung dieses Erwerbs: „Mit dem neuen Standort in München erreichen wir einen wichtigen Meilenstein unserer Expansion. Unser digitales, serviceorientiertes Hospitality-Konzept soll künftig auch in der bayerischen Metropole Gäste begeistern“.
Visualisierung des geplanten Serviced-Apartment-Hauses. Bild: Tikehau Capital/Dunman Capital Partners
Die globale alternative Vermögensverwaltungsgruppe Tikehau Capital und der in Frankfurt ansässige Immobilieninvestor Dunman Capital Partners haben eine Büroimmobilie im Nordend von Frankfurt erworben. Das Gebäude, das zuvor im Besitz der französischen Vermögensverwaltungsgesellschaft Amundi war, soll in einen nachhaltigen Serviced-Apartment-Komplex umgewandelt werden. Das 8.000 Quadratmeter große Objekt wird nach Ablauf der bestehenden Mietverträge umfassend saniert. Geplant sind 172 Einheiten für Langzeitaufenthalte und Hotelzimmer. Das Projekt ist Teil von Tikehau Capitals europäischer Value-Add-Strategie und wird durch einen Artikel-9-Fonds gemäß der EU-Nachhaltigkeitsrichtlinie finanziert. ESG-Kriterien stehen im Fokus, um die Energieeffizienz zu steigern. Dunman Capital bringt Expertise in urbaner Revitalisierung ein. Beide Unternehmen unterstreichen mit dieser Investition ihr Engagement für nachhaltige Stadtentwicklung.
Rendering des neuen Adagio Original Stuttgart Neckarpark. Bild: Adagio
Das Aparthotel-Unternehmen Adagio setzt seine ambitionierte Wachstumsstrategie fort und konzentriert sich dabei auf die bereits etablierten Märkte in Europa. Bis 2030 plant die Marke eine Erweiterung ihres Portfolios auf 180 Aparthotels mit Schwerpunkt auf Frankreich, Deutschland, Österreich, Schweiz und Großbritannien. Zusätzlich wird Luxemburg in den Fokus rücken, wo Adagio bereits sein erstes Projekt angekündigt hat. Auch Südeuropa steht auf der Agenda.
Den Auftakt machen zwei Neueröffnungen in London und Stuttgart: Mit dem Adagio Original London City East eröffnet in Kürze das neue Flaggschiff der Marke – zum ersten Mal umfasst mit fünf Co-Living-Einheiten, die flexible Wohn- und Arbeitsbereiche bieten. Zudem bringt das Adagio Original Stuttgart Neckarpark ein völlig neues Konzept auf den Markt. Mit der Einführung des „Smart House“-Konzepts will das Unternehmen neue Maßstäbe für intelligente, nachhaltige Unterkünfte setzen.