iPartment betreibt Apartments für Beiersdorf

Der Fachkräftemangel zwingt viele Unternehmen dazu, kreativ zu werden und sich mit ihren Angeboten für Mitarbeiter vom Wettbewerb abzuheben. Die Beiersdorf AG in Hamburg nimmt sich zugleich dem Mangel an Wohnraum in Großstädten an und setzt daher auf Apartments speziell für Angestellte. In der Heckscherstraße 46 im Stadtteil Eimsbüttel stehen dafür ab 1. November 2021 21 voll ausgestattete Serviced Apartments inklusive Küche zur Verfügung. Die Immobilie gehört der TROMA Alters- und Hinterbliebenenstiftung, der Pensionskasse von Beiersdorf; den Betrieb führt der Longstay-Experte iPartment als Corporate Housing. Es handelt sich um das erste Haus von iPartment, das auf dieses Konzept ausgelegt ist. Über einen Kontingentvertrag erhält Beiersdorf die Option, die Business-Apartments bevorzugt und in großem Umfang zu belegen.

Die Planung stammt aus der Feder des Münchener Architekturbüros Brechensbauer Weinhart + Partner, das den Neubau mit einer BGF von rund 1.200 qm realisierte. Der gesamte Gebäudekomplex aus insgesamt zwei Häusern bietet im Vorderhaus zehn frei vermietete Wohnungen und im Solitärgebäude auf der Hofseite die gewerblich genutzten, temporären Serviced Apartments.

Bild: Beiersdorf Immobilien

Leverkusen: ipartment setzt Wachstumskurs fort

Mit einem frisch unterzeichneten Managementvertrag hat sich ipartment einen neuen Standort gesichert. Anfang 2022 sollen in Leverkusen 32 Einheiten der Serviced-Apartment-Marke eröffnen. Das anspruchsvolle Denkmalschutzprojekt auf dem ehemaligen Bahngelände am Kesselhaus realisiert die Projektentwicklungsgesellschaft 4bricks aus Essen. Das Ambiente ist geprägt von den hohen Backsteinmauern des einstigen Industriegebäudes und einer besonderen Fassade in Cortenstahl-Optik eines angegliederten Neubaus. Die Ursprünge des Kesselhauses gehen auf das Jahr 1948 zurück, der Neubau ergänzt die Nutzfläche um etwa 1.000 qm. Das Bahngelände selbst entstand bereits 1903 und war 100 Jahre lang in Betrieb.

Das künftige Gebäudeensemble mit bis zu fünf Geschossen gehört zur neuen Generation voll digitalisierter ipartment-Häuser mit einer „360-Grad-Guestjourney“. Dazu gehören u. a. ein automatisierter Mailing-Assistent und eine digitalisierte Gästemappe. Die Apartments umfassen zwischen 22 und 72 qm.

Bild: 4bricks GmbH

ipartment eröffnet in Darmstadt

Seit 1. Februar 2021 hat die Apartmentanlage ipartment Darmstadt ihre Pforten für Gäste geöffnet. Neben 180 Wohneinheiten, die zwischen 22 und 48 qm messen, umfasst das Haus eine Lobby sowie einen 850 qm großen Coworking-Bereich mit dem Namen „SleevesUp!“ im Erdgeschoss. Die Serviced Apartments befinden sich in einem Neubau mit sieben Etagen, dessen Investitionsvolumen sich auf rund 27 Mio. Euro beläuft. Die Wohneinheiten können bereits ab einer Aufenthaltsdauer von einer Nacht gemietet werden. Darüber hinaus gehören ein Frühstück, ein Concierge- und ein Konferenz-Service sowie Leihfahrräder, Carsharing und E-Roller zum Angebot des Hauses. Viele digitale Prozesse ergänzen die Dienstleistungen: Buchung, Check-in, Meldeschein, Mietvertrag, Gästemappe sowie die Kommunikation zwischen Gästen und Betreiber. Bei der Anlage in Darmstadt handelt es sich um das 13. Haus des Betreibers ipartment GmbH, Eigentümer der Immobilie ist der Projektentwickler Kolb + Partner aus Dieburg.

Bild: Sarah Sakotic-Sondermann/ipartment

Serviced Apartments – krisenfester als Hotels

In den vergangenen Jahren konnte man ein konstantes Wachstum im Segment Serviced Apartments verzeichnen. Doch aufgrund des Lockdowns wegen der Covid-19-Pandemie im Frühjahr erlitt die Branche einen kurzfristigen Rückschlag – wenn auch weniger schlimm als die Hotellerie. In den Anfangsmonaten Coronas lag die Auslastung vieler Hotels nur bei 30 anstatt 80 Prozent und einige Häuser, die unter anderem Apartments anbieten, mussten schließen, berichtet Lutz Dammaschk, Sprecher der Geschäftsführung von Vegis Immobilien und Vorstand im Bundesverband studentisches Wohnen im Gespräch mit BelForm. Anders ergeht es Matthias Rincón, Geschäftsführer von ipartment. Sein Haus in Hamburg war im Juni bereits wieder zu 100 Prozent gefüllt, in Frankfurt zu 85 Prozent und in Köln zu 90 Prozent. Insbesondere der Bereich Serviced Apartments habe sich, nach Rincón, als krisenfester herausgestellt, als viele erwarteten.

Bild: BelForm