ipartment: drei neue Häuser in Berlin

Im Bezirk Charlottenburg, am Flughafen Berlin und im Stadtteil Mitte wird ipartment in den kommenden zwölf Monaten Serviced Apartments in der deutschen Hauptstadt eröffnen. Der Betreiber fasst sein Angebot unter dem Schlagwort „temporäres Businesswohnen“ zusammen und richtet sich mit Aufenthaltsdauern überwiegend zwischen ein und sechs Monaten an Geschäftsreisende wie z. B. Pendler, Projektmitarbeitende oder externe Angestellte. Insgesamt sollen in Berlin 230 Apartments an den Start gehen.

Berlin-Charlottenburg

Den Anfang macht am 1. Oktober 2022 eine Belle-Etage in einer ehemaligen Hotelimmobilie, die sich in der Wielandstraße im Stadtteil Charlottenburg befindet. Neben zwölf Wohneinheiten bietet das sanierte Bestandsgebäude einen Lounge- und Konferenzbereich. Für die Umbauten zeichnet das ortsansässige Architekturbüro Patzschke & Partner verantwortlich, das Mobiliar stammt von der italienischen Marke Bolando. In die kleinste Anlage von ipartment in Berlin will der Betreiber künftig seine Verwaltung verlegen.

Flughafen BER

Anfang 2023 soll dann ein Neubauprojekt unweit des neuen Berliner Flughafens eröffnen. Dabei handelt es sich um das derzeit größte ipartment-Haus in der Hauptstadt: Es umfasst 159 Serviced Apartments auf etwa 6.500 qm Bruttogeschossfläche (BGF). Die Baumaßnahmen begannen im Frühjahr 2021 im Businesspark Kienberg/Brandenburg. Der Standort punktet nicht nur aufgrund seiner Nähe zum Flughafen, sondern die Wohneinheiten grenzen auch direkt an den Bürokomplex „The Unique“ an. Das Bauwerk wurde vom Büro par terre architekten entworfen, der Projektentwickler ist Unique Invest.

Berlin-Mitte

Voraussichtlich Mitte 2023 wird dann das dritte Haus in der Pankstraße im Bezirk Mitte mit weiteren 59 Wohneinheiten an den Start gehen. Davon verfügen 35 Apartments über einen eigenen Balkon oder eine eigene Terrasse. Sie verteilen sich auf alle vier Etagen des Bestandsobjekts mit einem 200 qm großen Innenhof. Das Gestaltungskonzept stammt von Rolf Wacha von Architektur & Interiors ZT. Hinter der Sanierung steckt der Projektentwickler Düsseldorf Grund und Boden Verwaltungsgesellschaft, als Investor fungiert – genauso wie bei der Immobilie in Charlottenburg – ein Family Office.

Bild: Sarah Sakotic-Sondermann/ipartment

The Unique: Green Living & Working

Derzeit entsteht im Gateland Businesspark Kienberg am neuen Berliner Flughafen (BER) ein Gebäude für Serviced Apartments und Büros: The Unique. Die Bauarbeiten für das Großprojekt des Entwicklers und Eigentümers Unique Invest begannen im März 2021, nun wurde der Rohbau fertiggestellt. Die Fertigstellung des Neubaus ist bis Ende 2022 beziehungsweise Anfang 2023 geplant.

Der Komplex mit sieben Etagen gliedert sich in zwei Teile und soll künftig über 159 Wohneinheiten der Marke ipartment mit Lounge und Café mit einer Fläche von insgesamt 6.500 qm beheimaten. Zusätzlich bietet das Bauwerk Platz für Büros, die sich auf 8.800 qm verteilen. Dazu verfügt er über eine Bruttogeschossfläche (BGF) von ca. 19.500 qm. Die Arbeitswelt wird als „Human Centered Office“ und unter dem Label „Green Living & Working“ entwickelt. Das bedeutet, die Schreibtischplätze sind auf modernes Arbeiten ausgerichtet, voll digitalisiert und flexibel nutzbar sein, wobei die Bedürfnisse der dort Beschäftigten im Vordergrund stehen. Außenanlagen für das Arbeiten im Freien, multifunktionale Möbel und modulare Raumprogramme unterstützen das Konzept der Büros. Zudem streben die Macher des Gebäudeensembles eine DGNB-Zertifizierung in Gold an.

The Unique ist Teil eines insgesamt 95.000 qm großen Gateland Businesspark Kienberg, der von den Projektentwicklern OFB und Kolb+Partner entwickelt wird. Perspektivisch soll das Areal nahe des Flughafens zur Smart City inklusive vollständiger Infrastruktur mit Nahversorgung, Einzelhandel und medizinischen Angeboten werden.

Bild: Unique Invest GmbH & Co. KG

iPartment betreibt Apartments für Beiersdorf

Der Fachkräftemangel zwingt viele Unternehmen dazu, kreativ zu werden und sich mit ihren Angeboten für Mitarbeiter vom Wettbewerb abzuheben. Die Beiersdorf AG in Hamburg nimmt sich zugleich dem Mangel an Wohnraum in Großstädten an und setzt daher auf Apartments speziell für Angestellte. In der Heckscherstraße 46 im Stadtteil Eimsbüttel stehen dafür ab 1. November 2021 21 voll ausgestattete Serviced Apartments inklusive Küche zur Verfügung. Die Immobilie gehört der TROMA Alters- und Hinterbliebenenstiftung, der Pensionskasse von Beiersdorf; den Betrieb führt der Longstay-Experte iPartment als Corporate Housing. Es handelt sich um das erste Haus von iPartment, das auf dieses Konzept ausgelegt ist. Über einen Kontingentvertrag erhält Beiersdorf die Option, die Business-Apartments bevorzugt und in großem Umfang zu belegen.

Die Planung stammt aus der Feder des Münchener Architekturbüros Brechensbauer Weinhart + Partner, das den Neubau mit einer BGF von rund 1.200 qm realisierte. Der gesamte Gebäudekomplex aus insgesamt zwei Häusern bietet im Vorderhaus zehn frei vermietete Wohnungen und im Solitärgebäude auf der Hofseite die gewerblich genutzten, temporären Serviced Apartments.

Bild: Beiersdorf Immobilien

Leverkusen: ipartment setzt Wachstumskurs fort

Mit einem frisch unterzeichneten Managementvertrag hat sich ipartment einen neuen Standort gesichert. Anfang 2022 sollen in Leverkusen 32 Einheiten der Serviced-Apartment-Marke eröffnen. Das anspruchsvolle Denkmalschutzprojekt auf dem ehemaligen Bahngelände am Kesselhaus realisiert die Projektentwicklungsgesellschaft 4bricks aus Essen. Das Ambiente ist geprägt von den hohen Backsteinmauern des einstigen Industriegebäudes und einer besonderen Fassade in Cortenstahl-Optik eines angegliederten Neubaus. Die Ursprünge des Kesselhauses gehen auf das Jahr 1948 zurück, der Neubau ergänzt die Nutzfläche um etwa 1.000 qm. Das Bahngelände selbst entstand bereits 1903 und war 100 Jahre lang in Betrieb.

Das künftige Gebäudeensemble mit bis zu fünf Geschossen gehört zur neuen Generation voll digitalisierter ipartment-Häuser mit einer „360-Grad-Guestjourney“. Dazu gehören u. a. ein automatisierter Mailing-Assistent und eine digitalisierte Gästemappe. Die Apartments umfassen zwischen 22 und 72 qm.

Bild: 4bricks GmbH

ipartment eröffnet in Darmstadt

Seit 1. Februar 2021 hat die Apartmentanlage ipartment Darmstadt ihre Pforten für Gäste geöffnet. Neben 180 Wohneinheiten, die zwischen 22 und 48 qm messen, umfasst das Haus eine Lobby sowie einen 850 qm großen Coworking-Bereich mit dem Namen „SleevesUp!“ im Erdgeschoss. Die Serviced Apartments befinden sich in einem Neubau mit sieben Etagen, dessen Investitionsvolumen sich auf rund 27 Mio. Euro beläuft. Die Wohneinheiten können bereits ab einer Aufenthaltsdauer von einer Nacht gemietet werden. Darüber hinaus gehören ein Frühstück, ein Concierge- und ein Konferenz-Service sowie Leihfahrräder, Carsharing und E-Roller zum Angebot des Hauses. Viele digitale Prozesse ergänzen die Dienstleistungen: Buchung, Check-in, Meldeschein, Mietvertrag, Gästemappe sowie die Kommunikation zwischen Gästen und Betreiber. Bei der Anlage in Darmstadt handelt es sich um das 13. Haus des Betreibers ipartment GmbH, Eigentümer der Immobilie ist der Projektentwickler Kolb + Partner aus Dieburg.

Bild: Sarah Sakotic-Sondermann/ipartment

Serviced Apartments – krisenfester als Hotels

In den vergangenen Jahren konnte man ein konstantes Wachstum im Segment Serviced Apartments verzeichnen. Doch aufgrund des Lockdowns wegen der Covid-19-Pandemie im Frühjahr erlitt die Branche einen kurzfristigen Rückschlag – wenn auch weniger schlimm als die Hotellerie. In den Anfangsmonaten Coronas lag die Auslastung vieler Hotels nur bei 30 anstatt 80 Prozent und einige Häuser, die unter anderem Apartments anbieten, mussten schließen, berichtet Lutz Dammaschk, Sprecher der Geschäftsführung von Vegis Immobilien und Vorstand im Bundesverband studentisches Wohnen im Gespräch mit BelForm. Anders ergeht es Matthias Rincón, Geschäftsführer von ipartment. Sein Haus in Hamburg war im Juni bereits wieder zu 100 Prozent gefüllt, in Frankfurt zu 85 Prozent und in Köln zu 90 Prozent. Insbesondere der Bereich Serviced Apartments habe sich, nach Rincón, als krisenfester herausgestellt, als viele erwarteten.

Bild: BelForm