Landmarken Group beteiligt sich an Lively

Würfel auf Stapeln aus Münzen
Würfel auf Stapeln aus Münzen
Bild: magele-picture/stock.adobe.com

Der Senior-Living-Betreiber Lively hat Mitte April 2026 gemeinsam mit der Investmentgesellschaft Neworld eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen. Im Zuge der Transaktion ist die Landmarken Group als weiterer Investor eingestiegen und hält künftig knapp ein Drittel der Anteile. Neworld bleibt größter Anteilseigner, zudem beteiligt sich das Management um Lively-Gründerin und Geschäftsführerin Christina Kainz maßgeblich am Unternehmen. Der Anbieter von Co-Living-Konzepten für Senioren erhält zusätzliches Kapital im unteren einstelligen Millionenbereich und will damit weitere Standorte entwickeln, das Betriebsstrategie ausbauen und eigene Vertriebsstrukturen für Vermieter im Managementmodell schaffen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Einbindung von Senior-Living-Angeboten in Quartiersentwicklungen.

Die Partnerschaft mit der Landmarken AG soll Lively den Zugang zu weiteren Projekten eröffnen. Landmarken plant in den kommenden Jahren rund 3.700 Wohneinheiten in mehreren Quartieren, vor allem in Nordrhein-Westfalen. Daraus ergibt sich für Lively nach eigenen Angaben eine gesicherte Pipeline von sieben Destinationen mit zusammen rund 600 Wohneinheiten. Zusätzlich werden weitere Kooperationen mit Developern und Eigentümern geprüft. Lively betreibt bereits mehrere Häuser in Deutschland. In Gronau entstand im Gebäude „Weiße Dame“ ein Wohnquartier mit mehr als 120 Apartments. In Duisburg eröffnete im Mai 2025 ein Objekt mit 44 Units. Ein weiteres entsteht unter anderem in Mülheim an der Ruhr.

>> Weitere Informationen zu eröffneten und geplanten Lively-Projekten finden Sie in unserer Apartment-Datenbank.

POHA startet Co-Living in Münster

POHA House Münster, Coliving Hansator, Bett, Sitzgelegenheit, großes Fenster

Im Sommer 2022 wird ein weiterer Standort von POHA House, einer Marke für Co-Living, im Münsteraner Hansator eröffnen. Das vierte und bislang größte Haus soll im Nord- und im Mittelturm der Immobilie des Projektentwicklers Landmarken AG an den Start gehen. Das Gebäude wird nach dem KfW-40-Standard errichtet. Das POHA House soll über 313 Apartments auf einer Fläche von 8.000 qm, zu der auch ein 570 qm großer Gemeinschaftsbereich gehört, verfügen. Zielgruppe des Konzepts sind junge Berufstätige aus dem Ausland, die Anschluss in Deutschland suchen.

Die Community

Dazu fördert POHA House die Gemeinschaft mit Community-Bereichen, die sich im gesamten Gebäude verteilen, sowie einem Esszimmer, Sitz- und Loungemöglichkeiten im Innenraum, einem Zen-Garten und einem Glas-Pavillon im Garten der Apartment-Anlage. Zudem sind für Bewohner verschiedene gemeinschaftliche Veranstaltungen sowie beispielsweise ein Meditationsraum und ein Kunstzimmer geplant.

Beim Interior Design setzen die Macher auf natürliche, gesundheitsfördernde Materialien. Ebenfalls im Fokus steht die POHA-App, über die die Gäste ein- und auschecken, Gemeinschaftsflächen oder Events einsehen und buchen, Services wie etwa die Wohnungsreinigung vereinbaren, Parkplätze reservieren und die Mietzahlungen im Blick behalten können. Weitere Häuser der Marke, die ebenfalls vollumfänglich digitalisiert werden sollen, werden derzeit in Aachen, Essen und der Hamburger HafenCity errichtet.

Bild: HEJM/POHA House